5. November 2018 Falk Frassa

„Das Photologen-Campustreffen 2018“ oder „Die Schreibblockade unseres Lebens“

(Ein Brief an unsere Workshopteilnehmer. Und an die, die es mal werden wollen)

Thomas und ich haben nun schon einige Tage sprichwörtlich dieses weiße Blatt Papier vor uns liegen…

…und bekommen es einfach nicht gefüllt.

Seit nun fast 100 Episoden sind wir nicht mundtot zu bekommen, aber dieses eine Wochenende hat uns alle Worte genommen. Jetzt, Sonntagabends, nach dem 5. Kaffee, zwinge ich mich! Ihr habt diese Worte endlich verdient.

Aber von vorn…

Alles begann mit einer fixen Idee. Thomas und ich saßen im La Boheme in Heidelberg und haben rumgesponnen, was ein Meet-Up braucht, um kein Meet-Up zu sein. Der eine oder die Andere hatte schon danach gefragt – aber ein Treffen, zu dem man geht, um Thomas und Falk mal anzusehen war uns suspekt.

Wir wollten unseren Hörern (in oder zwischen den Zeilen) vom ersten Tag an etwas mitgeben- dem, der sich mit uns hinsetzt und uns zuhört einen kleinen Dank erweisen. So, und nicht anders sollte auch das erste „MeetUp“ gestrickt sein.

Eine schöne Zeit, aus der man noch etwas mit nach Hause nimmt.

Wir schwelgten also in unseren Erinnerungen an Workshops und Wochenend-Fahrten in unserem Leben, die uns dieses kleine bisschen „Mehr“ geschenkt haben. Als wir uns unsere Erlebnisse erzählten, kamen schnell 3 Leitbegriffe auf den Tisch: Lagerfeuer – Stockbrot – Bier.

Ohne zu wissen, dass wir damit bereits einen der Abende durchgeplant hatten, posteten wir diese 3 Worte, um mal ein Stimmungsbild zu bekommen. Die Antworten zeigten bald: Müssen wir machen! 😉

Den Rest kennt Ihr! Dimo hat kurze Zeit später die Isolette auf Reisen geschickt. Mit jeder Geschichte, die diese alte Kamera auslöste, wurde mehr und mehr klar, dass sie ein Bestandteil, dieses unseres ersten Treffens werden würde. Musste.

Parallel dazu kamen die ersten Rufe nach einem Workshop auf unser Radar. Da uns beiden nicht fremd ist vor Menschen zu sprechen, rochen Thomas und ich schnell den Duft vergangener Bühnen und warfen das Wort „Workshop“ mit ins Planungskistchen.

Der Podcast lief weiter, wir erlebten wundervolle und spannende Monate auf dem Weg zum großen Termin. Erst wenige Wochen vor dem Termin haben wir dann dieses Planugskistchen ausgepackt. Wir saßen einige Stunden beisammen und zurrten den Zeitplan und die Themen fest. Wir hatten alle Termine abgesagt, Literweise Kaffee und Baguettes (Danke, Enes! 😉 ) und konnten so die vielen Puzzleteile zusammenfügen.

Wahrnehmung – Interpretation – Interaktion

Das war das Ergebnis. 3 Worte, unter deren Einwirkung dann das gesamte Wochenende entstand und auch verlief.

Lange planten wir für Euch, wollten Euch etwas mitgeben – GUT machen, was wir zu machen hatten.

In diesem selbst auferlegten Druck ist uns im ersten Anlauf aber eins durchgegangen: Die Frage, was es mit UNS machen würde, dieses Wochenende.

In den Wochen der Planung ist unser kleines Team (Thomas, Falk, Luisa, Farina und der gute Dimo) noch ein bisschen enger zusammengewachsen- allein das war schon eine schöne Erfahrung.

Als wir dann aber (einen Tag vor Euch) im Sandershaus ankamen, bemerkten wir schon einen gewissen Spirit, der sich am Folgetag mit dem Eintreffen eines jeden weiteren Teilnehmers noch einmal potenzierte. Das war der Anfang dieser Schreibblockade, denn schon am ersten Abend war ich nicht so recht in der Lage diesen Spirit zu beschreiben – er war einfach da.

Mit jeder weiteren Stunde wurden wir mehr davon überrollt, dass dieses Wochenende nicht nur für die Teilnehmer ein sehr Intensives werden würde.

Die Wirkung davon, dass sich die Dinge noch einmal tiefer manifestieren, wenn man sie selbst ausspricht und erklärt war allein schon beeindruckend. Was dann aber passiert, wenn man die Zuhörer nicht mehr nur als Teile einer Statistik und einzelne, geschriebene Worte im Netz vor sich hat, hat uns hart überwältigt.

Das Bild wurde rund, der Podcast erweiterte sich über Nacht in einen Dialog mit denen, die uns zuhören. Euch. Menschen mit Geschichte und Zukunft.

Noch immer schwingen die Tage in uns nach und neben dieser hoch interessanten Sprachlosigkeit (sowas kennen wir sonst beide nicht lacht) sind wir sehr dankbar für Eure Energie und Eure Offenheit. Ihr habt dieses Wochenende zu dem gemacht, was es war. Unbeschreiblich.

Danke!

Wer nochmal nachhören lesen möchte, findet hier eine kleine Linkliste aller Episoden und Postings von uns und Euch. Ihr seid einfach die geilsten, DANKE für diesen Nachhall! 😉 <3

Auf bald, liebe Leute!

Thomas und Falk

mit lieben Grüßen von Luisa, Farina und Dimo

Podcast Episoden zum Photologen-Campus-Treffen

Talk mit Dimo über die Isolette, social media und den Campus

Live vom Photologen-Campus-Treffen 2018

Blogbeiträge der Teilnehmer

Dimo Tabken – Foffteihn 352-354/365

Holger Dankelmann – Als ich die Seelen längst Verstorbener fotografiert habe.

Holger Dankelmann – Der Tag, an dem meine verletzte Seele fotografisch festgehalten wurde

Holger Dankelmann – “Getrennt — Nutzlos !” Ein bewegender Workshop liegt hinter mir

Stefan Wolf – Zersprengte Ketten

Nicole Seitz –Die Isolette geht auf Reisen – eine Geschichte

Joachim Herold – TANKSTELLE DES GLÜCKS – DAS PHOTOLOGEN-CAMPUS-TREFFEN 2018 IN KASSEL

Marcus Stöckl Instagram 1 und 2

Ronald Kästner – Photologen Campus Treffen in Kassel