15. Februar 2018 Thomas

Meine Gedanken zur Fujifilm X-H1

Heute gehts rund, Fujifilm stellt die X-H1 offiziell vor. Entgegen meiner Hoffnung habe ich kein Test-Exemplar bekommen und muss meine ersten Gedanken zur neuen Kamera anhand dessen schreiben, was ich aus der Pressemitteilung weiß und aus den Gesprächen mit Fotografen die sie schon in der Hand hatten erfahren habe. Hinweis an Fuji: Ich würde mich wirklich sehr über ein Test-Exemplar freuen 😉

Mein erster Gedanke als ich die X-H1 gesehen habe war, die sieht aus wie eine Kreuzung aus einer GFX-50s und einer X-T2. Und mittlerweile glaube ich auch, dass diese Kamera genau das ist. Hier wird in manchen Punkten versucht die Brücke zu schlagen, zwischen den „kleinen“ spiegellosen APS—C Kameras und der großen Mittelformat Kamera. Allen voran ist natürlich die Größe das erste das einem ins Auge fällt. Der vergrößerte vordere Griff an der Kamera sollte Menschen mit großen Händen gefallen, denen die Spiegellosen bisher zu klein waren. Auch das Handling mit großen Objektiven sollte dadurch und die insgesamt größere Kamera besser werden.

Ich zähle mal kurz die wichtigsten Features der Kamera auf:

  • IBIS Interner Bildstabilisator
  • Größerer Griff
  • Neuer Auslöseknopf
  • Leiser Verschluss
  • Elektronischer Sucher mit höherer Auflösung
  • LC-Display auf der Oberseite
  • Touch LCD auf der Rückseite
  • Robusteres MAgnesium Gehäuse mit neuem kratzigster es Lack
  • Die Performance des AF-C wurde verbessert
  • Fotografieren ohne Blackouts im elektronischen Sucher
  • Eterna Cinema Film Simulation
  • Film Features wurden verbessert

Was ich an der X-H1 spannend finde

Der neue Auslöser

Ich verstehen nicht ganz was Fuji gemacht hat, aber scheinbar ist er jetzt besser. Fotografen die damit gearbeitet haben berichten von einem weniger deutlichen Fokuspunkt aber einem „besseren“ und schnellen Fotografieren mit dem neuen Auslöser. Nachdem meine X-T2 ja bereits mit einem defekten Auslöseknopf beim Service war hoffe ich, dass Fujifilm hier auch Verbesserungen bei der Verlässlichkeit und Langlebigkeit hat einfließen lassen. Schade finde ich, dass kein Gewinde für einen Drahtauslöser mehr verfügbar ist. Dadurch können auch keine Soft Release Buttons mehr angebracht werden, die ich mittlerweile sehr schätze. Aber ich lasse mich gerne vom neuen Auslöser überzeugen wenn ich die Gelegenheit habe ihn ausgiebig zu testen.

Bildstabilisator

Fujifilm sagte es würde nicht gehen, aber sie haben es wohl doch geschafft. Ich freue mich sehr über dieses Feature!

Touch Display

Meh. Ich habe es bisher nicht vermisst, aber ich lasse mich auch hier gerne überzeugen. An der GFX-50s ist es durchaus praktisch, vielleicht auch an der X-H1.

AF-C Performance

Ich fand die Performance des AF-C bisher auch eher so durchschnittlich. Ich bin sehr gespannt zu sehen ob dieser jetzt mit einer Spiegelreflexkamera mithalten kann.

Eterna Filmsimulation

Spätestens hiermit wird klar wie Fuji die X-H1 positioniert. Als Kamera zur Videoaufnahme. Sicherlich werden damit auch Fotos gemacht, aber das Eterna Profil ist so flach, dass es sich eigentlich nur fürs Filmen eigent.

Video Funktionen

Und hier geht die Party los. Deutlich der Punkt an dem sehr viel investiert wurde.

  • F-Log direkt auf SD Karten aufnehmen
  • Schatten, Spitzlichter, Weißabgleich und Dynamik Umfang direkt integriert
  • Gesichtserkennung
  • Fokus Unterstützung
  • Uvm.

Ich bin noch ganz am Anfang was das Filmen mit den Fuji Kameras angeht, aber auch ich kann sehen das diese Features viel dazu beitragen werden die X-H1 gegen Panasonics G5 zu positionieren. Ich bin gespannt was Fuji mit den Software Updates noch nachlegen wird.

Mein Fazit

Ich glaube, dass die Fuji X-H1 ordentlich einschlagen wird. Ganz besonders bei den Video-Leuten. Ich werde zwar das Rad zur Belichtungskorrektur und den Soft-Release vermissen aber integrierter Bildstabilisator und die vielen anderen Features machen die Kamera durchaus attraktiv. Ich für sehe die X-H1 für mich als Arbeitstier in den Beriechen in denen ich heute noch meine 5D Mk.III einsetze. Produktfotografie, Studioarbeiten, Veranstaltungen und natürlich das gelegentliche Filmen.

Für die Hochzeiten sehe ich mich dann aber noch mehr zur X-Pro2 greifen als bisher (vielleicht sogar zu einer Zweiten). Der Einsatzbereich Hochzeit hat für mich sehr spezielle Anforderungen und die X-H1 ist dafür nicht gemacht worden. Und das ist auch völlig in Ordnung. Ich bin schon lange der Überzeugung, dass für jede Aufgabe das beste und passendste Werkzeug eingesetzt werden sollte.

Werde ich eine Kaufen?

Vermutlich ja. Die X-H1 wird wohl meine X-T2 als Arbeitstier im Studio und auf Veranstaltungen ablösen und eine zweite X-Pro2 ins Hochzeitsequipment wandern.

Nochmals der Hinweis: Ich hatte bisher keine Gelegenheit die Kamera zu testen. Alles was ich hier geschrieben habe basiert auf Pressemitteilungen und Gesprächen mit anderen Fotografen die Gelegenheit hatten die Kamera zu testen.

Thomas Jones ist Berufsfotograf und arbeitet hauptsächlich in den Bereichen Hochzeits-, Portrait und Businessfotografie.

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